Bilanz des Roten Kreuzes Judenburg: 1,1 Millionen Kilometer im Jahr gefahren

23.327 Einsätze und dabei mehr als 1,1 Millionen Kilometer zurückgelegt. Eine Bilanz, die längst nicht alltäglich ist. Und so sollte man auch die Leistungen des Roten Kreuzes sehen, deren Bezirksstelle Judenburg am vergangenen Freitag Rechenschaft zog. Vor dem Hintergrund sich ändernder Strukturen, auf die Bezirksleiter Primarius Gernot Maurer einging: „Im Zuge der Bestrebungen des Landesverbandes, die Rotkreuzlandschaft zu verändern und Strukturen zu straffen, wurden neue Versorgungsräume angedacht und Kooperationen auf den Weg gebracht“.

Das „Alltagsgeschäft“ muss auch bei solchen Überlegungen ohne Friktionen weiterlaufen. Dafür sorgen rund 350 hauptberufliche und ehrenamtliche Mitarbeiter in den Ortsstellen Fohnsdorf, Hohentauern, Obdach und Zeltweg sowie in der Bezirksstelle Judenburg. Ein Blick auf die Einsatzstatistik zeigt, dass die Anforderungen im vergangenen Jahr weiter gestiegen waren. Bei den Ausfahrten wurde ein Plus von einem Prozent verzeichnet, am höchsten war der Anstieg mit 5,9 Prozent in der Bezirksstelle selbst. Die meisten Kilometer absolvierten die Einsatzfahrzeuge von Judenburg aus, Sanitätseinsätze und Ambulanztransporte prägten über weite Strecken die Arbeit des Mitarbeiterteams, das sich auch mit der Organisation und Abwicklung von Blutspendeaktionen zu beschäftigen hatte.

„2015 wurden insgesamt 39 Abnahmeaktionen durchgeführt, bei denen 2.451 Blutkonserven gewonnen wurden“, so RK-Bezirksgeschäftsführer Karl Lechner. Wie wichtig die Bereitstellung von Blutkonserven ist, beweist die Tatsache, dass 4,4 Prozent aller Blutkonserven in der Steiermark wurden im Bezirk Judenburg aufgebraucht wurden.

Immer mehr an Bedeutung gewinnt der Bereich der Hauskrankenpflege. Stationiert in Judenburg und Obdach arbeiten Pflegerinnen und Pfleger daran, zumeist betagten Menschen den Alltag entscheidend leichter zu machen. 2015 wurden 5.303 Hausbesuche in der Hauskrankenpflege und fast 9.000 Besuche in der Altenpflege verzeichnet, die dabei zurückgelegte Strecke nimmt eine Länge von nahezu 150.000 Kilometern ein.

Die im Saal der Wirtschaftskammer durgeführte Bezirksversammlung sah unter den zahlreichen Gästen auch Labg. Hermann Hartleb, BH Ulrike Buchacher sowie Bürgermeister und Gemeindevertreter des Murtales, die sich in lobenden Worten für die ehrenamtlich geleistete Arbeit bedankten.

Dank an die Mitarbeiter kam aber auch von Bezirks- und Landesleitung des Roten Kreuzes. So konnten Lukas Wieltschnig, Elsa Maria Ehrenreich, Rober Divora, Fabian Celin, Daniel Salentinig, Dominik Romirer, Luca Pichler, Andreas Mostögl und Saisa Emiroslanova die Beförderungsdekrete zum „Rot-Kreuz-Helfer“ entgegennehmen. Marcel Heider wurde zum Oberhelfer befördert.

Mit Landesauszeichnungen für eine 25jährige Mitarbeit wurden Manfred Galla, Peter Hackl, Günter Kieberl und Agnes Pfandl ausgezeichnet, das Dienstjahresabzeichen in Bronze ging an Elfriede Kaiser, jenes in Gold an Albin Eckstein und Jakob Griesebner, mit Stundenspangen wurden Christian Gerold, Thomas Traussnig und Dr. Bernhard Schweighofer bedankt, die Verdienstmedaille in Silber wurde an Bezirksrettungskommandant Peter Hackl überreicht.

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